BF031/85: Die Wirtschaftlichkeit der Futterrübe in der Milchviehfütterung

Die Futterrübenfläche in Österreich erfuhr seit 1960 (zirka 60.000 ha) eine drastische Reduktion. Die Bodennutzungserhebung 1983 weist nur mehr eine Fläche von 7.400 ha Futterrüben aus. Waren es 1960 noch 142.000 Betriebe, die Futterrüben anbauten, so sind es 1983 nur mehr 38.000. Es sind somit jährlich zirka 8.000 Betriebe, die den Anbau dieser Ackerfrucht aufgaben. Der Trend ist eindeutig und eine formalanalytische Prognose würde zu dem Ergebnis führen, daß bis Anfang der 90er Jahre die Futterrübe in Österreich ausgestorben sein wird. Dern gegenüber steht die außerordentliche Bedeutung der Futterrübe in manchen EG-Staaten mit einem Anbau im Jahre 1984 in der BRD auf 110.000 ha, Dänemark auf 132.000 ha und England auf 72.000 ha, wobei das Verhältnis von Futterrübenfläche zu Silomaisfläche in der BRD 1 zu 9 beträgt und in England und Dänemark die Futterrübe sogar ein Vielfaches der Bedeutung des Silomaises besitzt. Daß die Futterrübe eine überaus wertvolle und sicherlich auch rentable Futterpflanze ist, die vor allem in klimatischen Grenzlagen des Silomaisanbaues bzw. auch in Silosperrgebieten ihren Platz haben konnte, zeigt allein ihre Bedeutung in Dänemark und England. Der moderne Futterrübenbau ist gekennzeichnet durch:

• geringeren Arbeitsaufwand bei Einzelkornsaat,

• hohe Erträge, • mechanische Hacke und chemische Unkrautregulierung sowie

• maschinelle Ernte.

Die Hochwertigkeit als Milchviehfutter ist allgemein anerkannt.

Artikel erschienen in: Der Förderungsdienst Nr. 8/86

Projekt

abgeschlossen

weiterführende Literatur

  • Hoppichler Josef (2017) Stand der Agro-Treibstoffe in Österreich. In: SOL (Solidarität, Ökologie und Lebensstil). März 2017

  • Nigmann, T., Machold, I., Hoppichler, J. and Dax, T. (2016) Socio-Ecological Systems in the Biosphere Reserve Lungau, Salzburg (Austria), Case Study. Deliverable 4.1 of the PEGASUS project, H2020, Grant number 633814, Wien: Bundesanstalt für Bergbauernfragen, 17pp.

  • Nigmann, Thilo, Dax, Thomas, Hoppichler, Josef, Hovorka, Gerhard (2016) Analyse von Landnutzungssystemen zur Erbringung öffentlicher Güter. In: ÖGA. 26. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Kooperation von Forschung und Praxis. Ein Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in der Landwirtschaft? Tagungsband 2016. Wien. S. 81-82.

  • Nigmann, T., Hoppichler, J. and Dax, T. (2016) Mountain Forestry and Public Goods in the region Pinzgau (Austria), Case Study. Deliverable 4.1 of the PEGASUS project, H2020, Grant number 633814, Wien: Bundesanstalt für Bergbauernfragen, 23pp.

  • Hoppichler, Josef (2016) Ansätze für sozioökonomische Transformationen unter dem Paradigma einer weitgehenden Dekarbonisierung bis 2050. Input-Papier für die Arbeitsgruppe 3: Forschung, Entwicklung und Innovation im Rahmen der „Konsultationen zum Grünbuch für eine integrierte Energie- und Klimapolitik“. Wien. 12 Seiten.

  • Nigmann, T., Dax, T., Hoppichler, J., Hovorka, G., Machold, I. (2016): Socio-political, economic and institutional drivers – National report Austria. Im Rahmen des Projektes PEGASUS. 20 Seiten. Wien. Februar 2016

  • Hoppichler Josef (2015/16): Bäuerliche Ökonomie - Wiederentdeckung eines Erfolgsmodells. Der Kritische Agrarbericht 2016, ABL-Verlag – Kassel-Hamm (Deutschland)

  • Tennekes Henk /Hoppichler Josef (2015) Ungenügende Risikobewertung bei Chemikalien: Menge und Zeit machen das Gift. In: Oekoskop 4/15 - Die Fachzeitschrift der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz/ Basel-Schweiz; (http://www.aefu.ch/oekoskop/)

  • Hoppichler Josef (2015) Facts zu Glyphosat. In: BIO AUSTRIA-Bundeszeitung. August 2015

  • Hoppichler Josef (2015) Die lange Geschichte der Landwirtschaft - kurz erzählt, In: Dossier Schöpfungstag - Zeit der Schöpfung - Neuauflage 2015, Arge Schöpfungsverantwortung und Europäisches Christliches Umweltnetzwerk (ECEN) (http://www.argeschoepfung.at/fileadmin/downloads/newsletter-downloads/Schoepfungszeit_2015/Dossier_Schoepfungszeit_aktuell2015.pdf

  • Hoppichler, Josef (2014) Vom Wert der Biodiversität – Wirtschaftliche Bewertungen und Konzepte für das Berggebiet. In Der Alm- und Bergbauer 5/14. S. 14-16

  • Hoppichler Josef (2013): Vom Wert der Biodiversität – Wirtschaftliche Bewertungen und Konzepte für das Berggebiet. Forschungsbericht Nr. 67, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, August 2013

  • Hoppichler Josef (2012): The Disappearance of Smallholder and Peasant Farmers and the Coming of Agricultural Entrepreneurs. In: Independent Science News; Ithaca – New York, USA; URL.: http://independentsciencenews.org/wp-content/uploads/2012/09/Disappearance-of-peasant-farmers_EN_FAO_2007.pdf

  • Hoppichler, Josef Expertenhearing „Dimensionen des Pflanzenschutzes aus der Sicht der Landwirtschaft“ Teilnahme als Experte im Rahmen „Unterausschusses des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft zur Vorbehandlung der Anträge“ zu diversen Pflanzenschutzmittel (http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A-LF/A-LF_00002_00295/index.shtml#tab-Uebersicht ) - zweite Sitzung Parlament 28.9.2011

  • Hoppichler Josef: „Gentechnikfreiheit und Biodiversität im Alpenraum“. Landesversammlung der Grünen-Verdi-Vërc am 22. Jänner 2011, im Festsaal der Gemeinde Bozen – Südtirol (Präsentationsunterlage)

  • Hoppichler Josef: „Hunger durch Agrosprit“. In: SOL (Solidarität, Ökologie und Lebensstil SOL Nr. 143/ 2011

  • Loibl, E., Hoppichler, J.: „Schmackhafte Aussichten? – Die Zukunft der Lebensmittelversorgung“ Forschungsbericht Nr. 63, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien, Mai 2010

  • Hoppichler, Josef: Die Agro-Gentechnik zwischen Gen-Verschmutzung und Gentechnik-Freiheit. Forschungsbericht Nr.64, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien, Oktober 2010

  • Hoppichler, Josef (2010): Landwirtschaft mit Aussicht? - Die lange Geschichte der Landwirtschaft kurz erzählt. In: Loibl, Elisabeth / Hoppichler, Josef (HG.): Schmackhafte Aussichten? - Die Zukunft der Lebensmittelversorgung. Forschungsbericht Nr. 63 der Bundesanstalt für Bergbauernfragen. Wien. S. 29-40.

  • Hoppichler, Josef (1986): Die Wirtschaftlichkeit der Futterrübe. In: Der Förderungsdienst Nr. 8/1986. Wien.


Related Content



BF020/83: Kostenstruktur der Milchproduktion nach Bestandesgröße und Bewirtschaftungserschwernis
Zielsetzung Die österreichische Landwirtschaft ist gekennzeichnet durch unterschiedliche klimatische und topographische Bedingungen, verschieden hohen...


FB18: Rinderrassen im Wirtschaftslichkeitvergleich
Die hier vorliegende Arbeit hat sich im 1. Abschnitt zum Ziel gesetzt, Die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse der Rinderhaltung unter dem Aspekt, dass das...


BF026/84: Die Rentabilität der Milchviehhaltung in Abhängigkeit von der Leistung
Das Hauptaugenmerk der Milchbauern 1ag in der Vergangenheit schwerpunktmäßig auf einer Steigerung der Individualleistung der Kuh, um über die erhöhten...


BF027/84: Wirtschaftlichkeitsvergleich der Rinderrassen
Zielsetzung Betriebs- und volkswirtschaftliche Analyse der Rinderproduktion unter dern Aspekt des verstärkten Einsatzes milchbetonter im Gegensatz zu kombinierten Zweinutzungsrassen (Wirtschaftliche...


BF038/87: Betriebs- und gesamtwirtschaftliche Analyse der Rindermast
Zielsetzung Ursprünglich war in Zusammenarbeit mit der BA ftir alpenländische Landwirtschaft, eine betriebs- und volkswirtschaftliche Analyse der Intensivrindermast, insbesondere im Hinblick auf...