BF053/90: Markt und Intervention als komplementäre Elemente einer neuen Agrarpolitik in Polen

Zielsetzung

Bei den Reformüberlegungen zur Agrarpolitik in Polen ist ein zentraler Punkt des Interesses die Komplementarität von Markt und staatlicher Intervention. D.h . es sollen einerseits Marktverhältnisse eingeführt werden, um die Produktivität anzuheben und die Versorgungssituation mit Nahrungsmitteln zu verbessern. Andererseits soll aber doch versucht werden, eine "sozial gleichgewichtige" Entwicklung zu forcieren, was regulierende Eingriffe in die Wirtschaft als notwendig vorsieht. Da Markt und Intervention sowie direkte Einflußnahme auf soziale Ziele in einem interessanten Zusammenspiel das System der österreichischen Agrarpolitik definieren, ist Österreich als Modellfall für Polen interessant. Besonderes Interesse fanden auch Überlegungen zur Neuorientierung der Agrarpolitik. Modelle der integrierten Entwicklung strukturschwacher ländlicher Regionen sind auch für die polnische Situation relevant. Es soll versucht werden, eine disparitäre Entwicklung zwischen Gunst- und Ungunstlagen hintanzuhalten.

Die Polnische Akademie der Wissenschaften hat ihr Interesse an einer engeren Kooperation mit der BA fiir Bergbauernfragen zur Erstellung einer Expertise für die Neuorientierung der Agrarpolitik in Polen bekundet. Von besonderem Interesse dabei ist die österreichische Agrarpolitik, insbesondere die Maßnahmen für benachteiligte Regionen.

 

Das Kooperationsprojekt mit der Wirtschaftsuniversität Wien und der polnischen Akademie der Wissenschaften kam 1990 wegen organisatorischer Probleme der polnischen Projektpartner nicht zustande.

Projekt

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