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BF149/15: Bäuerliche Kleinbetriebe und Kooperationen zwischen regionaler Nachhaltigkeit und Globalisierung

Internationale Studien und Berichte (Welternährungsbericht, FAO-Family farming) zeigen ganz klar, dass global gesehen kleinstrukturierte landwirtschaftliche Familienbetriebe einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten und auch zukünftig als Garant für eine nachhaltige, regional verankerte Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität fungieren werden. Auch hat die FAO mit dem Jahr der  Familienbetriebe 2014 deren Wichtigkeit unterstrichen.
Das gilt nicht nur für die Entwicklungs- und Schwellenländer, sondern auch für viele EU-Mitgliedsstaaten mit einem hohen Anteil an kleinstrukturierten Landwirtschaftsbetrieben. In diesen Ländern stellen diese Kleinbetriebe im Rahmen ihrer Multifunktionalität der Gesellschaft auch – über die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln hinaus – wichtige öffentliche Güter und Dienstleistungen zur Verfügung.
Auch in Österreich findet man vor allem aber nicht nur im Berggebiet und dem benachteiligten Gebiet überwiegend kleinstrukturierte Landwirtschaftsbetriebe, die im Zuge der Globalisierung und der liberalisierten Agrarmärkte einem zunehmenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzt sind. Sie stehen im Spannungsfeld zwischen dynamischem agrarischen Strukturwandel einerseits, und der Stabilisierung und Weiterentwicklung benachteiligter ländlicher Regionen andererseits.
Dieses Projekt wird die vielschichtigen Aspekte von Kleinlandwirtschaften im 21. Jahrhundert sowohl im österreichischen
als auch im konkreten regionalen Kontext einer umfassenden Analyse unterziehen und in den Kontext
der internationalen Entwicklung von Kleinlandwirtschaften stellen.
Folgende zentrale Fragestellungen werden dabei im Mittelpunkt stehen:

  • Was sind Kleinlandwirtschaften:
    wie definiert man Kleinlandwirtschaften, welche Ausprägungen bzw. Betriebsausrichtungen weisen Kleinlandwirtschaften im 21. Jahrhundert in Österreich und im internationalen Vergleich auf?
  • Wofür stehen Kleinlandwirtschaften:
    welche agrar- und regionalwirtschaftliche, sozio-ökonomische und -kulturelle sowie ökologische Bedeutung kommt ihnen zu, welche Funktionen erfüllen sie (Multifunktionalität), welche Strategien verfolgen sie, welche Innovationspotenziale weisen sie auf?
  • Welche Wertschätzung wird der kleinstrukturierten Landwirtschaft entgegengebracht:
    Welchen Stellenwert hat die kleinstrukturierte Landwirtschaft für die Entwicklung der Fallstudienregionen? Wie stark ist die regionale Identität mit einer bäuerlichen Wirtschaftsweise verbunden? Wie sieht das Selbstbild der Bauern und Bäuerinnen kleiner landwirtschaftlicher Betriebe aus, mit welchem Fremdbild werden sie  konfrontiert?
  • Wie kann man kleinlandwirtschaftliche Strukturen unterstützen bzw. fördern: mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen, welch betrieblichen bzw. regionalen Unterstützungen sind zielführend, welche agrar- und regionalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Politstrategien sind notwendig, welche Förderungsstrategien zielführend? Welche Bedeutung haben landwirtschaftliche Kooperativen?

Projekt:

laufend

weiterführende Literatur

  • Machold, I. und Dax, T. (2017) Fallbeispiel von Integrationsmaßnahmen aus Österreich im Rahmen von LEADER, erscheint in: Europa Regional, Themenheft „Zuwanderung in ländlich-periphere Gebiete Europas“, hrsg. Von St. Kordel und P. Pohle.

  • Noguera, J., Ortega-Reig, M., del Alcàzar, H., Copus, A., Berlina, A., Mantino, F., Forcina, B., Weck, S., Beißwenger, S., Hans, N., Tagai, G., Koós, B., Kovács, K., Uzzoli, A., Dax, T., Machold, I., Schürmann, C., Tobiasz-Lis, P., Dmochowska-Dudek, K and Wójcik, M. (2017) PROFECY – Inner Peripheries: national territories facing challenges of access to basic services of general interest, Interim Report, ESPON Project EE/SO1/013/2016. ESPON EGTC, Luxembourg, 93pp. + 8 annexes.

  • Naylon, I., Machold, I. (2016) Fortschrittsbericht Paket J / Teil Soziale Infrastrukturen und Dienste. Beitrag zum erweiterten Durchführungsbericht 2017. Interner Evaluierungsbericht. Entwurfsfassung. 22 Seiten. Dezember 2016

  • Machold, Ingrid, Dax, Thomas und Oedl-Wieser, Theresia (2016) Welcoming communities: a means to recognize the potential of immigrants in rural regions of Austria. In: online-Proceedings, XXVI European Society for Rural Sociology Congress “Places of possibility” rural Society in a Neoliberal World. 18-21.8.2015. Aberdeen. Scotland.

  • Nigmann, T., Dax, T., Hoppichler, J., Hovorka, G., Machold, I. (2016): Socio-political, economic and institutional drivers – National report Austria. Im Rahmen des Projektes PEGASUS. 20 Seiten. Wien. Februar 2016

  • Nigmann, T., Machold, I., Hoppichler, J. and Dax, T. (2016) Socio-Ecological Systems in the Biosphere Reserve Lungau, Salzburg (Austria), Case Study. Deliverable 4.1 of the PEGASUS project, H2020, Grant number 633814, Wien: Bundesanstalt für Bergbauernfragen, 17pp.

  • Machold, Ingrid und Dax, Thomas (2016) Integration in ländlichen Regionen. In: Zukunftsraum Land – Zeitschrift für ländliche Entwicklung 1.16. Wien. S. 14-15

  • Noguera, J., del Alcàzar, H., Copus, A., Lindberg, G., Mantino, F., Weck, S., Beißwenger, S., Kovács, K., Tagai, G., Koós, B., Dax, T., Machold, I., Schürmann, C., Wöjcik, M., Tobiasz-Lisb, P. and Dmochowska-Dudek, K. (2016) Proecesses, Features and Cycles of Inner Peripheries in Europe (PROFECY), Inception Delivery, ESPON Project EE/SO1/013/2016.

  • Machold, I. und Dax, T. (2016) Integration in ländlichen Regionen. In: Netzwerk Zukunftsraum Land LE 14-20, Heft 1.16, Wien, 14. Fischer, M., Asamer-Handler, M., Handler, F., Mollay, U., Michalek, W., Dax, T. und Oedl-Wieser, T. (2016) Masterplan „Land und Leben“ Prozessdokumentation, im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung, Wien, Graz und Hartberg, 45S.

  • Groier, Michael (2016) Family Farming in Austria. FactSheet Nr. 13. Wien. April 2016. 4 Seiten. Bundesanstalt für Bergbauernfragen

  • Groier, Michael (2016) Konzept zur Evaluierung des Biologischen Landbaues für die LE-Evaluierung 14-20. Wien. Bundesanstalt für Bergbauernfragen. 19 Seiten. Dezember 2016

  • Groier Michael (2016) Small scaled family farms in Austria. Online: http://www.fao.org/family-farming/detail/en/c/463972/ http://www.berggebiete.at/cm3/de/home/20-themen/laendliche-entwicklung/790-small-scaled-family-farms-in-austria.html Dezember 2016

  • Loibl, Elisabeth (2016) Die Erde ist kostbar. Dem Leben und der Natur dienen, in: Zeitschrift Bio Austria 4/16

  • Groier, Michael (2016) Organic Farming in Austria is Family Farming. Beitrag zur FAO-Homepage Family Farming www.fao.org . April 2016

  • Groier Michael (2015) Konventionalisierungsrisiken in der österreichischen Biolandwirtschaft. In: land&raum 1/2015 (ÖKL) Mai 2015.

  • Groier Michael (2015) Biolandwirtschaft am Scheideweg? In UGB-forum. Fachzeitschrift für Gesundheitsförderung. 4/2015

  • Dax, Thomas and Machold, Ingrid (2015) Rising immigrant population and integration in rural areas, Changes in the Geography of Migration and new Orientation of Integration Processes, in: Permanent Secretariat of the Alpine Convention (ed.) Demographic Changes in the Alps, Report on the state of the Alps, Alpine Signals – Special Edition 5. Innsbruck, 44-47. (also in German, Italian, French and Slovenian) http://www.alpconv.org/en/publications/alpine/Documents/RSA5en.pdf

  • Groier, Michael (2015) Entwicklung des agrarischen Umweltprogrammes ÖPUL. Fact Sheet Nr. 11 der BA für Bergbauernfragen. Wien.

  • Groier, M./Hovorka, G./Loibl, E./Oedl-Wieser, T./Tamme, O. (gem. mit BA für Agrarwirtschaft) (2009): Evaluierung der Landwirtschaftsförderung und der Praxis der Vorarlberger Landwirtschaft unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, Wien, November 2009, 340 Seiten

  • Groier, Michael, Loibl, Elisabeth (1999): Policy Recommendations: Interaction Effects between 2078-programs and other Policy Areas. In: Final Report of the Fair Project (FAIR1 CT 95-274): Implementation and Effectiveness of Agri-environmental Schemes Established under Regulation 2078/92. Frankfurt.


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