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Extramurale Behinderten-Betreuungseinrichtungen in der Landwirtschaft und im Gartenbau

Im vorindustriellen Zeitalter war die funktionale und soziale Differenzierung zwischen ländlichen und städtischen Lebensräumen noch vergleichsweise gering. Städtische Agglomerationen stellten im Wesentlichen ökonomische, kulturelle und administrative Verdichtungsräume dar, die in einem ländlichen Umland eingebunden waren. Erst mit dem Auftreten der großen Manufakturen, und besonders seit der durchgreifenden kapitalistischen Industrialisierung, entstanden mit der Lohnarbeit auch neue Ordnungserfordernisse und eine stärkere soziale Trennung zwischen Stadt und Land. Dies änderte auch die Lebensrealitäten geistig Behinderter. Während sie in den industriellen Zentren zunehmend als störend empfunden und von der gesellschaftlichen Wirklichkeit weggeschlossen wurden, standen ihnen in der ländlichen bäuerlichen Welt noch wesentlich mehr Freiräume offen.

 

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Wiesinger, Georg (2004): Extramurale Behinderten-Betreuungseinrichtungen in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Referatsunterlage für die Tagung "Arbeit mit behinderten Menschen im Grünen Bereich in Österreich, Schweiz und Deutschland - 10 Jahre bundesweite Seminare in Altenkirchen" veranstaltet vom FibL Deutschland u.a. am 4.11.2004 in Altenkirchen.
(http://gruene-werkstatt.de/altenkirchen/documents/wiesinger_manuskript.pdf)