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BF078/99: Evaluierung der Ausgleichsmaßnahmen für Benachteiligte Gebiete

gemäß VO(EG)Nr.950/97 (Ausgleichszulage in Benachteiligten Gebieten und Nationale Beihilfe)

Die EU-Kommission hat für die Mitgliedsstaaten das Erfordernis einer Zwischenevaluierung der wichtigsten Maßnahmen der VO (EG) Nr. 950/97 gemäß den EU-Evaluierungsrichtlinien festgelegt. Darunter fallen auch die Ausgleichsmaßnahmen für Benachteiligte Gebiete. Die EU-Kommission schlägt den Mitgliedsstaaten vor, über die von der EU festgelegten zentralen quantitativen und qualitativen Anforderungen hinaus, im eigenen Interesse eine noch umfangreichere Evaluierung vorzunehmen. In Österreich sind 70% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche gemäß VO (EG) Nr. 950/97 als benachteiligtes Gebiet eingestuft. Die Ausgleichszulage in Benachteiligten Gebieten und Nationale Beihilfe hatten im Jahr 1997 ein Förderungsvolumen von 2,9 Mrd. öS, das insgesamt 125.000 Betrieben zugute kam. Für die Bergbauernbetriebe sind diese Maßnahmen neben dem Umweltprogramm die wichtigsten Direktförderungen. Eine Evaluierung dieser Fördermaßnahmen ist daher im Interesse der Förderungsgeber und der Förderungsempfänger.  Im Rahmen dieses Projekts wird durch die BA für Bergbauernfragen die Evaluierung der Ausgleichsmaßnahmen für Benachteiligte Gebiete entsprechend den Erfordernissen der EU und den zusätzlichen national definierten Fragestellungen in Kooperation mit der zuständigen Abteilung IIB6 des BMLFUW durchgeführt. Ein wichtiges Ziel liegt auch darin, die Vor- und Nachteile der spezifischen Ausgestaltung der Maßnahmen in Österreich (Staffelung nach Bewirtschaftungserschwernis, Größendegression, Wahrungsregelung) für den internationalen Vergleich in der EU darzustellen.  Die BA für Bergbauernfragen hat sich bereits in zahlreichen Studien mit der Analyse und Evaluierung von Berggebiets- und Bergbauernförderung, der Förderung für benachteiligte Gebiete und der Evaluierung von agrar- und regionalpolitischen Maßnahmen/Programmen beschäftigt und kann in diesem Bereich auf eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem BMLFUW und anderen Verwaltungseinrichtungen verweisen.

Die EU-Ausgleichszulage und die Nationale Beihilfe werden auf Basis der EU-Richtlinie für die Evaluierung (die EU gibt wesentliche methodische Evaluierungskriterien und Erfolgsindikatoren für die Maßnahmen vor, um für alle Mitgliedsstaaten vergleichbare Ergebnisse zu erhalten) und unter Berücksichtigung der mit dem BMLFUW abzustimmenden erweiterten Fragestel¬lungen anhand quantitativ und qualitativ festgelegter Ziele und Zielindikatoren in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Verwaltungseinheiten dargestellt, analysiert und bewertet. Die Analyse soll die gesamte Maßnahme und prinzipiell das gesamte benachteiligte Gebiet umfassen. Nach Möglichkeit und Sinnhaftigkeit wird nach Berggebiet, sonstiges benachteiligtes Gebiet und Kleines Gebiet sowie nach Betriebstypen differenziert. Dabei sind auch der für Österreich kürzere Anwendungszeitraum (Umstellung auf dieses System erst mit dem EU-Beitritt 1995) in der Analyse zu berücksichtigen und die Grenzen und Schwächen der quantitativen Evaluierung zu diskutieren.

Projekt

abgeschlossen

weiterführende Literatur

  • Hovorka Gerhard (2019) Berglandwirtschaft hat gesamtgesellschaftliche Bedeutung. In: Die Alpenkonvention. Nachhaltige Entwicklung für die Alpen. Nr. 88. 01/2018-2019. Februar 2019. S. 10-11.

  • Hovorka, G. und Dax, T. (2019) Die Alm- und Alpwirtschaft als kulturelles Erbe. In: Land & Raum 1/2019, 33-35.

  • Hovorka G., Nigmann Th., Dax Th. (2018) Sicherung der Bereitstellung von öffentlichen Gütern durch die Landbewirtschaftung. Ergebnisse des EU-Projektes PEGASUS. In: BMNT: Grüner Bericht 2018. Wien. S. 62-63.

  • Hovorka G., Nigmann Th., Dax Th. (2018) Analyse sozial-ökologischer Systeme zur Sicherung Öffentlicher Güter durch die Landbewirtschaftung in den EU-Regionen. In: ÖGA: Methoden für eine evidenzbasierte Agrarpolitik – Erfahrungen, Bedarf und Entwicklungen. 28. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie.26.-28. September 2018. Tagungsband. S. 79-80. Wien.

  • Oedl-Wieser, Theresia (2014) Ausgleichszulage und Integration gewährleisten. In: ausblicke

  • Gmeiner, Philipp und Hovorka, Gerhard (2014) Die Ex-ante Evaluierung der Programms Ländliche Entwicklung am Beispiel der Ausgleichszulage. In Ländlicher Raum Online-Fachzeitschrift des BMLFUW. September 2014 http://www.bmlfuw.gv.at/land/laendl_entwicklung/Online-Fachzeitschrift-Laendlicher-Raum/Ausgleichszulage.html

  • Hovorka, Gerhard/Gmeiner, Philipp (2012): Die Neugestaltung der Ausgleichszulage für naturbedingte Nachteile in Österreich. In: Hambrusch, Josef/Hoffmann, Christian/Kantelhardt, Jochen und Oedl-Wieser, Theresia (Hg.): Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Band 21, Heft 2. Wien, S. 103 – 112.

  • Hovorka, Gerhard: Die Bergbauernförderung in Österreich. Evaluierung der Ausgleichszulage für naturbedingte Nachteile. In: Der Alm- und Bergbauer. Nr. 8-9/11, August /September 2011, S. 11-13

  • Hovorka, Gerhard (2011): Evaluation der Ausgleichszulage (AZ) in Österreich. Beitrag im Tagungsband: Ortner, Karl (Red.): Zusammenfassung des 49. AWI-Seminars am 20. Mai 2011. Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Halbzeitbewertung von Programmen zur Entwicklung des Ländlichen Raums. S. 24-27.

  • Hovorka, Gerhard (2011): Die Evaluierung der Ausgleichszulage für naturbedingte Nachteile – Halbzeitbewertung der Österreichischen Programms für die Entwicklung des Ländlichen Raums. Facts&Features Nr. 46, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien, April 2011

  • Hovorka, Gerhard (2011): Evaluation der Ausgleichszulage in Österreich. In: Ortner, Karl M. (Red.): Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Halbzeitbewertung von Programmen zur Entwicklung des Ländlichen Raums. Agrarpolitischer Arbeitsbehelf Nr. 39 der BA für Agrarwirtschaft, Wien 2011, S. 31-33

  • Hovorka, Gerhard: Bewertung der Ausgleichszulage (AZ) – Ergebnisse und Wirkungen der Maßnahme 211 und 212. Bei: Begleitausschuss des Österreichischen Programms für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007-2013, Wien, 20.1.2011

  • Hovorka, Gerhard: Ergebnisse der Halbzeitevaluierung der Ausgleichszulage für naturbedingte Nachteile in Österreich (M 211 und 212). In: Ländlicher Raum. Online-Fachzeitung des BMLFUW, Juli 2011, 11 Seiten

  • Hovorka, Gerhard (2010): Die Ausgleichszulage für Benachteiligte Gebiete (LFA Gebiete) in Österreich – Abgrenzung, Ausgestaltung und Auswirkungen auf Einkommen, Besiedelung und Umwelt (2010). In: Bundesamt für Naturschutz: Die europäische Agrarpolitik und der Naturschutz in den ländlichen Räumen Österreich, Deutschland und Schweiz. BfN-Schriften Nr. 269. Bonn 2010. S. 53-54 und 151-159

  • Hovorka, Gerhard: Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (LFA-Gebiete) in Österreich – Abgrenzung, Ausgestaltung und Auswirkungen auf Einkommen, Besiedelung und Umwelt. Beitrag für den Tagungsband der Tagung ‚Die europäische Agrarpolitik und der Naturschutz in den ländlichen Räumen – Österreich, Deutschland und Schweiz‘ vom 30.6.-2.7.2008 in Vilm, Deutschland

  • Hovorka, Gerhard: Ergebnisse der Evaluierung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete in Österreich, in: Ländlicher Raum, Online-Fachzeitschrift des BMLFUW, Nr. 1/2005, Wien (http://www.laendlicher-raum.at)

  • Hovorka, Gerhard: „Ausgleichszulage für Benachteiligte Gebiete (Lang- und Kurzfassung). In: Bundesanstalt für Bergbauernfragen und Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (2004): Evaluierung von Förderungsmaßnahmen der Landwirtschaft im Bundesland Salzburg, Salzburg, S. 112-120 (http://www.salzburg.gv.at/pdf_evaluierung_foe-massn_anhang.pdf)

  • Facts&Features Nr. 22: „Die EU-Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete. Analyse und Bewertung für den Zeitraum 1995 – 2000“, von Gerhard Hovorka, Wien Dezember 2002, 22 Seiten

  • HOVORKA, Gerhard: \"Analyse und Bewertung der EU-Ausgleichszulage in Österreich für den Zeitraum 1995-2000\", in: Ländlicher Raum Nr. 4/2002, August 2002

  • Forschungsbericht Nr. 47: „Keine Berglandwirtschaft ohne Ausgleichszahlungen. Evaluie¬rung der Maßnahme Ausgleichzulage in benachteiligten Gebieten und Nationale Beihilfe“, von Gerhard Hovorka, Wien 2001, 168 Seiten


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