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BF133/12: Mountain Milk and Cheese in Austria: a Case Study for Mountain Products Supply Chains

Auf Einladung des EC-JRC-IPTS (Joint Research Center: Institut for Prospektive Technological Studies der EU-Kommission) wird die BA für Bergbauernfragen den Österreich-Teil dieses EU-Projektes übernehmen. In einigen EU-Staaten werden die Rahmenbedingungen und Chancen eines Markenschutzes für Produkte aus dem Berggebiet untersucht werden. Auf EU-Ebene aber auch in der Alpenkonvention und auf Verwaltungsebene (BMLFUW) laufen derzeit diesbezügliche Diskussionen, die zum Ziel haben, ein Konzept zu entwickeln, das über eine Produkt- und Preisdifferenzierung den Bergbauernbetrieben zusätzliche Einkommen sichern und den KonsumentInnen die besondere Qualität von Bergprodukten näherbringen soll. Die Studie ist also eine Entscheidungsgrundlage für eine eventuelle EU-weite Qualitätsstrategie, die neben den EU-Herkunftsbezeichnungen (g.U, g.g.A. und g.t.S.) und der Bio-Kennzeichnung auch Produkte aus dem Berggebiet umfassen soll.

Im Alpenland Österreich spielt das Berggebiet eine wichtige Rolle. So liegen 70% der Gesamtkatasterfläche, 57% der landwirtschaftlich genutzten Fläche (ohne Almen) sowie 52% aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Berggebiet. Die Berglandwirtschaft ist aufgrund der härteren klimatischen und schwierigen topographischen Produktionsbedingungen (Hangneigung, innere und äußere Verkehrslage) mit geringeren Erträgen, höheren Kosten und Arbeitsaufwand konfrontiert, die teilweise durch erschwernisbezogene Direktzahlungen abgegolten werden (Ausgleichszulage).

Da Betriebsentwicklungsstrategien wie in den agrarischen Gunstlagen wie Expansion, Intensivierung und Rationalisierung innerhalb des Berggebiets nicht im selben Umfang möglich sind wie außerhalb, kommt der Optimierung des Erwerbseinkommens mittels Erschließung anderer Einkommensquellen steigende Bedeutung zu. Neben dem Ausschöpfen verschiedenster nichtlandwirtschaftlicher bzw. außerlandwirtschaftlicher Einkommensquellen im Rahmen der Erwerbskombination (Diversifizierung des Betriebes) hat die Differenzierung der Landwirtschaftlichen Produktion zur Steigerung der betrieblichen Wertschöpfung in Österreich eine lange Tradition. Viele pflanzliche, aber vor allem tierische Produktionsalternativen – oft in Verbindung mit traditionellen Verarbeitungstechniken (markengeschützte Qualitätsprodukte und Spezialitäten) und alternativen Vermarktungsmodellen (Direkt- und Regionalmarketing) - wurden im Berggebiet bzw. anderen benachteiligten Regionen initiiert, haben zur Steigerung der betrieblichen und regionalen Wertschöpfung beigetragen und sind auch in Zukunft von großer sozioökonomischer Bedeutung.

Projekt

abgeschlossen

weiterführende Literatur

  • Gmeiner Phlipp, Hovorka Gerhard und Wagner Klaus (2016) Development of a Policy for Less Favoured Areas in Georgia. In: Jahrbuch der österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Band 25: 139-147. Jahr 2016. Wien. Online: http://oega.boku.ac.at/fileadmin/user_upload/Tagung/2015/Band_25/14_02_Hovorka-OEGA_JB_15_end.pdf

  • Gmeiner, Philipp, Hovorka, Gerhard und Wagner, Klaus (2015) Report Activity 6, 7, 8, 9, 10. Project „Capacity Development of the Ministry of Agriculture. GCP/GEO/004/AUT. Consulting Service on Less Favourable Area Development”, Tender No FEGEO/REP/214/3. März 2015. 49 Seiten.

  • Gmeiner, Philipp, Hovorka, Gerhard, Wagner, Klaus (2015) Development of Less Favoured Areas in Georgia. In: SVATOS, Miroslav et. al: Book of Abstracts – Global Agribusiness and Rural Economy. Joint International Scientific Conference. Prag. S. 30.

  • Gmeiner Philipp Hovorka Gerhard und Wagner Klaus (2015) Report Activity 6, 7, 8, 9, 10. Project „Capacity Development of the Ministry of Agriuclture. GCP/GEO/004/AUT. Consulting Service on Less Favourable Area Development”, Tender No FEGEO/REP/214/3. März 2015. 49 Seiten.

  • Gmeiner Philipp Hovorka Gerhard und Wagner Klaus (2015) Report Activity 11. Project „Capacity Development of the Ministry of Agriuclture. GCP/GEO/004/AUT. Consulting Service on Less Favourable Area Development”, Tender No FEGEO/REP/214/3. März 2015. 24 Seiten.

  • Gmeiner, Philipp, Hovorka. Gerhard und Wagner, Klaus (2015) Supplement to Report Activity 11 „Synthesis Report“.. GCP/GEO/004/AUT. Consulting Service on Less Favourable Area Development”, Tender No FEGEO/REP/214/3. April 2015. 6 Seiten.

  • Gmeiner, Philipp und Hovorka, Gerhard (2014) Die Ex-ante Evaluierung der Programms Ländliche Entwicklung am Beispiel der Ausgleichszulage. In Ländlicher Raum Online-Fachzeitschrift des BMLFUW. September 2014 http://www.bmlfuw.gv.at/land/laendl_entwicklung/Online-Fachzeitschrift-Laendlicher-Raum/Ausgleichszulage.html

  • Gmeiner, Philipp und Hovorka, Gerhard (2013): „Die Berglandwirtschaft in der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)“. Im Tagungsband der SGA-ÖGA Tagung “Grenzen der Qualitätsstrategie im Agrarsektor” vom 12.-14.9.2013, Zürich, S. 121-122.

  • Hovorka, Gerhard/Gmeiner, Philipp (2012): Die Neugestaltung der Ausgleichszulage für naturbedingte Nachteile in Österreich. In: Hambrusch, Josef/Hoffmann, Christian/Kantelhardt, Jochen und Oedl-Wieser, Theresia (Hg.): Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Band 21, Heft 2. Wien, S. 103 – 112.

  • Groier, Michael Mountain Milk and Cheese in Austria Präsentation beim Kick-off Meeting Sevilla, Spanien 12.7.2012

  • Groier, Michael, Gmeiner, Philipp (2011): Die Zukunft der biologischen Landwirtschaft im Berggebiet. In: Ländlicher Raum. Nov. 2011

  • Hovorka, Gerhard und Gmeiner, Philipp (2011): Die Neugestaltung der Ausgleichzulage für naturbedingte Nachteile in Österreich. In: ÖGA-Tagungsband 2011, 21. Jahrestagung der ÖGA, Bozen, Oktober 2011, S. 99-100

  • Gmeiner, Philipp und Hovorka, Gerhard (2011): Die Neuabgrenzung des benachteiligten Gebietes in Österreich. In: Hambrusch, Josef, Larcher, Manuela und Oedl-Wieser, Theresia: Jahrbuch der österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Band 20, Heft 1. Wien. Facultas Verlags- u. Buchhandel AG, S. 63 – 72.

  • Groier, Michael und Gmeiner Philipp (2010): Biologische Landwirtschaft im Berggebiet. Teil IV. Betriebswirtschaftliche Aspekte. In: Der Alm- und Bergbauer. Juni/Juli 2010

  • Groier, Michael und Gmeiner Philipp (2010): Biologische Landwirtschaft im Berggebiet. Teil V. „Bio“ und „Regional“ = Bioregion. In: Der Alm- und Bergbauer. August/September 2010

  • Groier, Michael und Gmeiner Philipp (2010): Biologische Landwirtschaft im Berggebiet. Teil III. Entwicklungen am Biomarkt. In: Der Alm- und Bergbauer. April/Mai 2010

  • Groier M., Gmeiner, Ph. Hofer O.; Göltl F., Astl K., Resel R., Reisenberger R. Winterer S., Schätzner M., Maier Ch.-E. (2010): Almstatistik 2009 – Zahlen und Fakten zur österreichischen Almwirtschaft“. Facts&Features Nr. 43, Bundesanstalt für Bergbauernfragen und BMLFUW, Wien, September 2010

  • Groier, Michael und Gmeiner Philipp (2010): Biologische Landwirtschaft im Berggebiet. Teil I. Zur Entwicklung der biologischen Landwirtschaft im Berggebiet. In: Alm- und Bergbauer, Jänner 2010

  • Gmeiner, Philipp und Hovorka, Gerhard (2010): Die Neuabgrenzung des benachteiligten Gebietes in Österreich. In: Tagungsband 2010 der 20. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie „Land- und Ernährungswirtschaft 2020“ Wien, September 2010, S. 125-126

  • Groier, Michael: Regionale bäuerliche Produkte und der EU-Markenschutz. Geschützte geographische Bezeichnungen in Österreich im Kontext nachhaltiger Regionalentwicklung. Facts&Features Nr. 38, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien, November 2007, 33. S.


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